E-Scooter

Regeln, Risiken, Hinweise

Die Verkehrssicherheitsinstitutionen in Deutschland raten, sich vor dem Kauf eines E-Scooters gründlich zu informieren, Testberichte zu lesen und auf notwendige Prüfzeichen zu achten. Wer sich einen E-Scooter ausleiht, sollte ihn vor der Fahrt gründlich prüfen und im Optimalfall mit einer Übungsfahrt vorbereiten.

Vorbereitung ist alles!

  • Unbedingt mit Helm fahren, trotz fehlender Helmpflicht
  • Auf einem ruhigen Platz üben, bevor man sich in den Straßenverkehr stürzt
  • Möglichst nur dort fahren, wo Radwege vorhanden sind
  • Einen Richtungswechsel möglichst frühzeitig anzeigen
  • Möglichst hintereinander und nicht nebeneinander fahren
  • Nie zu zweit auf einem Roller fahren
  • Nicht alkoholisiert fahren
  • Die Füße hintereinander positionieren
  • Abrupte Lenkbewegungen vermeiden
  • Nicht mit einer Hand fahren, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist
  • Kein Gepäck am Lenker befestigen
  • Nicht in den Toten Winkel von Kfz fahren

Die Elektrokleinstfahrzeug-Verordnung (EKF-V) gibt genau vor, welche Wege von E-Scootern befahren werden dürfen und welche nicht. Demnach dürfen E-Scooter nur Radwege, Schutzstreifen und Radfahrstreifen nutzen. Ist das nicht möglich, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Gehwege sind tabu! Wer mit dem E-Scooter dennoch auf dem Gehweg fährt, riskiert ein Bußgeld von 15,- bis 30,- Euro.

Für E-Scooter ist eine technische Mindestausstattung vorgeschrieben. Außerdem benötigen sie eine Betriebserlaubnis. Das Nutzen eines E-Scooters ohne Versicherungsschutz kann nach dem Pflichtversicherungsgesetz eine Straftat darstellen!  

Ja. Für Führerscheinneulinge in der Probezeit und unter 21 Jahren gilt absolutes Alkoholverbot!

Für ältere E-Scooter-Fahrende gelten die gleichen Alkoholgrenzwerte wie beim Autofahren. Wer mit 0,5 Promille bis unter 1,1 Promille fährt, gilt als relativ fahruntüchtig und begeht eine Ordnungswidrigkeit, die meist mit 500,- Euro Bußgeld, einem Fahrverbot und 2 Punkten in Flensburg bestraft wird. Ab 1,1 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig und begeht eine Straftat. Gleiches gilt für auffälliges Fahren ab 0,3 Promille.

Nein. Jeder E-Scooter ist immer nur für eine Person zugelassen. Auch wenn es Spaß macht und den Geldbeutel schont, eine zweite Person mitzunehmen, ist nicht erlaubt. Aus gutem Grund. Die Fahreigenschaften des E-Scooters, wie Bremsen, Lenken, Abbiegen, können mit zwei Personen nicht mehr sicher bewältigt werden und es kommt zu gefährlichen Stürzen. Es drohen auch hier – bei Verstoß – Bußgelder!

• die Benutzung mobiler Kommunikationsmittel ohne Freisprecheinrichtung (z.B. Smartphones)

• die Mitnahme eines Anhängers

• die Überschreitung der bauartbedingten  Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h in der Ebene 

• Bitte keine Tuning Kits für E-Tretroller verwenden,  das kann bitter und teuer werden.

Leider noch nicht. Dennoch sollte jeder, der einen E-Scooter fährt, einen Helm tragen. Dieser kann aber nur schützen, wenn er richtig sitzt. Er darf weder drücken noch scheuern und muss richtig eingestellt sein. Er sollte waagerecht auf dem Kopf sitzen und weder nach hinten noch nach vorn geneigt sein. Sitzt er in der richtigen Position, wird der Kopfring (meist hinten am Helm) festgezogen. Danach schließt man den Kinnriemen. Zwischen Riemen und Kinn sollten 1,5 cm Platz sein. Der Verschluss sollte etwas seitlich sitzen, nicht direkt unter dem Kinn. Das Gurtdreieck um die Ohren sollte straff sitzen, ohne die Ohren zu berühren.

Quellen: 

DVR-Flyer „E-Scooter Regeln, Risiken und Hinweise

https://www.ndr.de/ratgeber/Tipps-Sicher-unterwegs-auf-dem-E-Scooter,escooter228.html

Richtiger Sitz des Fahrradhelms

 

So sitzt der Helm perfekt.
Man sollte nicht auf ihn verzichten, auch wenn er nicht vorgeschrieben ist.